WissenswertesEktoparasiten![]() 1 Floh
Bei diesen unerwünschten Bewohnern, die sich meist in Fell einnisten, handelt es sich vor allem in dichten Populationen (Tierheime, Züchter) um ein oft unterschätztes Problem. Der Befall ist umso größer je schlechter die äußeren hygienischen Bedingungen sind. Unterernährte verwahrloste Tiere, aber auch kranke und vorübergehend konstitutionell geschwächte Tiere sind für Parasiten jeder Art ein "gefundenes Fressen". Ein gesundes Tier wird kaum von Schädlingen befallen, falls doch aber nur kurzfristig und ohne nennenswerte Folgen für das Wirtstier. Ist die Lebensenergie geschwächt liegt somit ein optimaler Nährboden für Parasitismus jeglicher Art vor, da Schädlinge nicht nur Nährstoffe entziehen, sondern auch potentielle Krankheitsüberträger sind. Der Floh ist z. B. der Zwischenwirt des Hundebandwurmes (Dipylidium caninum). Lästige Nebenwirkungen eines derartigen Ektoparasitenbefalls sind z. B.:
Zusammengefasst wird dies auch als parasitäres Ekzem bezeichnet. Durch das ständige Kratzen wird das Tier nervös und unruhig, wodurch eine teilweise starke Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens stattfindet. Dies wirkt sich selbstverständlich auch auf die Aktivitäten des Tieres aus. Bei starkem Parasitenbefall kommt es nicht nur zu dieser Irritation, sondern auch zu Blutentzug, der dann zu Konditions- und Blutverlust (Anämie) führt und die Tiere für alle möglichen Krankheitserreger empfänglich macht. Die Therapie muss wie bei allen Erkrankungen vor allem den konstitutionellen Zustand des Tieres berücksichtigen. Natürlich muss außer der Hygiene, auch die Vitamin- und Mineralstoffversorgung gewährleistet sein. Kontakte mit stark verseuchten Artgenossen, sowie mit verseuchten Gebieten sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Endo- und Ektoparasitenbehandlung sollten aufeinander abgestimmt sein, um das Tier gründlich zu "sanieren". Bei starkem Befall sollte neben gesundem Futter und einer homöopathischen Prophylaxe ein alternatives Sanierungsprogramm, sowie eine konstitutionelle Behandlung stattfinden. Nur diese ist in der Lage die Abwehrkräfte wieder zu regenerieren und damit einen Neubefall zu verhindern. |
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